Man schrieb den 31. Dezember 1985. Im damaligen Jugendtreff – im alten Hexenkeller – fand eine große Silvesterparty statt. Nachdem alle Gäste dieser Feier gegangen waren, haben einige Mitglieder des Treff-Teams noch lange kein Ende gefunden. In gemütlicher Runde griffen sie zu Pfannen, Töpfen, Gartenschläuchen und erzeugten damit „Musik“! Dabei hatten sie einen solchen Spaß, dass sie beschlossen, an der bevorstehenden Freinacht an Fasnacht 1986 in Friesenheim, als Guggemusiker durch`s Dorf zu ziehen.

So war es dann auch! An dieser besagten Freinacht zogen sie, in Lackiereranzügen und ihren „Instrumenten“, von Zelt zu Zelt. Leider blieb es aber bei dieser einmaligen Aktion.

Die Umsetzung der Idee, eine Guggemusik zu gründen, musste noch ganze sieben Jahre reifen, bis schließlich Bernhard Hertweck im März 1993 zu einem ersten Treffen für interessierte Guggemusiker ins SC Heim eingeladen hatte. Dann ging es Schlag auf Schlag. Noch im gleichen Monat wurde die erste Probe in der Sternenberghalle mit 32 guggemusikbegeisterten Frauen und Männern abgehalten.

Bis zur Gründungsversammlung im August 1993 und zur Wahl der ersten Vorstandschaft ein Jahr später, übernahm Gerhard Adam die grobe Führung des angehenden Vereins. Bernhard Hertweck war der musikalische Leiter und Stephan Uhl Schriftführer. Am 28.3.1994 wurde die Vorstandschaft zum ersten Mal von den Mitgliedern gewählt.

Diese setzte sich folgendermaßen zusammen:

1. Vorstand: Harald Tscherter

2. Vorstand: Anja Erb

Schriftführer: Stephan Uhl

Rechner: Frank Adam

Musikalischer Leiter: Bernhard Hertweck

Beisitzer: Silvia Tscherter

Beisitzer: Marion Bohro (jetzt Eichinger)

 

Bei unserem ersten Grillfest auf Benne`s Matt im August 1993, hatten alle Mitglieder die Möglichkeit, Namen für unsere Guggemusik vor zu schlagen. Zur Auswahl standen:

+ Schiere Feger

+ Driewili-Stampfer

+ Bottich Klopfer

+ Friesenheimer Stroßerätsche

+ Friesenheimer Ohrschänder

 

18 von 25 Anwesenden stimmten für den Namen „Driewili-Stampfer“, den Rico Eichinger vorgeschlagen hatte.

Driewili: Trauben Verbindung zum Wein als Freudenspender Weinort Friesenheim

Stampfer: früheres Traubenstampfen heute stampfen wir zu unseren Rhythmen

Unser Häs wurde von Beate Kunz, einer ehemaligen „Driewili-Stampferin“, im Herbst 1993 entworfen. Beate hatte beruflich mit „Modedesign“ zu tun, und war somit genau die richtige Ansprechpartnerin für unser Vorhaben.

Die Mitglieder hatten sich bei einer Sitzung auf folgende Details, die das „Driewili- Stampfer-Kostüm“ auf jeden Fall haben sollte, geeinigt:

- Holzschuhe

- Ringelsocken

- dreiviertel lange Hosen

- Kopfbedeckung

Immer den Winzer vor Augen haltend, hat uns Beate dann die untenstehende Skizze, als einer der ersten Entwürfe, gezeichnet. Wie man sieht kommt es dem heutigen Häs fast gleich!

Nur die Winzerschürze – die wurde gestrichen!

Tja, und dann ging es im Dezember ´93 endlich mit dem Nähen los. Die Frauen der Guggemusik hatten alle Hände voll zu tun, dieses Meisterwerk umzusetzen! Nächtelang wurde geschnitten, gerattert und genäht, denn am 19. Januar, zur „Häsanprobe für alle“, musste es fertig sein! Natürlich haben wir es geschafft – und der Spaß kam auch nicht zu kurz!

Und so tragen wir jetzt schon 22 Jahre lang das gleiche Häs – schließlich hat es nur Vorteile: Es ist bequem, praktisch, robust, selbstreinigend, schwangerschaftstauglich und bei Rissen und Brandlöchern schnell mit einem Flicken zu reparieren!

Danke, Beate!

Das Wappen der Guggemusik „Driewili- Stampfer“ wurde von unserem Gründungsmitglied Axel Nuvolin entworfen. Als gelernter Steinmetz war es für ihn überhaupt kein Problem, im Jahre 1994 das heutige Wappen - mit den Holzschuhen in der Mitte und den Trauben links und rechts – zu zeichnen!

Ein paar Monate zuvor hatte Axel schon einen Sousaphonbläser mit unserem Guggemusiknamen entworfen, den wir als Ansteckpin an Mitglieder, Fans und Gönner, verkauften.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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